Ablauf der MPU

Die medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU), fälschlicherweise als „Idiotentest“ bezeichnet, ist in Deutschland ein standardisierter Prozess und besteht in der Regel aus drei bis vier Hauptteilen:

Teil 1

Fragebögen

MPU-Fragebögen: So meisterst du sie souverän!

In vielen MPU-Begutachtungsstellen beginnt der MPU-Test mit dem Ausfüllen von Fragebögen. Diese enthalten meist Multiple-Choice-Fragen mit einfachen Ankreuzoptionen. Manchmal sind auch offene Fragen dabei, die du kurz schriftlich beantworten musst.

Deine persönlichen Daten: Name, Adresse, Beruf etc.
Dein Verhalten im Straßenverkehr: Frühere Verstöße, Führerscheinklassen etc.
Eventueller Konsum von Alkohol oder Drogen: Wann, wie viel, wie oft etc.
Lies jede Frage sorgfältig durch und verstehe sie genau.
Beantworte alle Fragen wahrheitsgemäß und vollständig.
Bei Multiple-Choice-Fragen: Wähle nur die Antwort, die genau zutrifft.
Bei offenen Fragen: Formuliere deine Antworten klar und prägnant.
Nimm dir Zeit und arbeite konzentriert.
Solltest du Fragen haben, wende dich an einen Mitarbeiter.

Tipp: Bereite dich auf die typischen Fragen in MPU-Fragebögen vor. In unserer Vorbereitung gehen wir auch darauf ein.

Mit der richtigen Vorbereitung meisterst du die MPU-Fragebögen ohne Stress und sorgst für einen guten ersten Start bei Deiner MPU.

Teil 2

Medizinische Untersuchung

Arztgespräch bei der MPU: So bereitest du dich vor!

Im Rahmen der MPU steht ein Gespräch mit einem Arzt auf dem Programm. Dieser wird deine gesamte gesundheitliche Vorgeschichte abfragen. Dazu gehören unter anderem:

Erkrankungen: Welche Krankheiten hattest du in der Vergangenheit?
Operationen: Wurdest du operiert?
Medikamente: Welche Medikamente nimmst du aktuell ein?
Allergien: Leidest du unter Allergien?
Suchterkrankungen: Hast du Alkohol- oder Drogenprobleme?

Spezielle Fragen zum Delikt:

Der Arzt wird seine Fragen speziell an dein Delikt anpassen. Wurdest du zum Beispiel mit Alkohol oder Drogen am Steuer erwischt, wird er dich ausführlich zu deinem Konsumverhalten befragen. Er will unter anderem wissen:

Welche Substanzen hast du konsumiert?
Wie oft und wie viel hast du konsumiert?
Medikamente: Welche Medikamente nimmst du aktuell ein?
Seit wann konsumierst du?
Gab es Auslöser für deinen Konsum?
Hast du schon Entzugsversuche unternommen?

So bereitest Du Dich vor:

Sammle alle wichtigen Unterlagen zu deiner Gesundheit.
Erstelle eine Liste der Medikamente, die du einnimmst.
Medikamente: Welche Medikamente nimmst du aktuell ein?
Mache dir Notizen zu deinem Konsumverhalten (Alkohol, Drogen).
Überlege dir Antworten auf die Fragen, die der Arzt dir stellen könnte.
Sei ehrlich und offen gegenüber dem Arzt.

Tipp: Im Rahmen der MPU Vorbereitung WILOS kannst Du Dich optimal auf das Arztgespräch bei der MPU vorbereiten. Wir wissen, welche Fragen der Arzt stellen wird und können Dir helfen, die richtigen Antworten zu finden.

Mit der MPU Vorbereitung WILOS kannst du das Arztgespräch bei der MPU souverän meistern und einen guten Eindruck beim Gutachter hinterlassen 🙂

Teil 3

Psychophysischer Leistungstest

So schaffst Du den Leistungstest bei der MPU!

Im Rahmen der MPU steht ein Leistungstest auf dem Programm, der deine kognitiven Fähigkeiten und deine Fahreignung unter die Lupe nimmt. Dabei werden insbesondere dein Denkvermögen, deine Reaktionsfähigkeit und dein logisches Denken überprüft.

Ein Verkehrspsychologe oder geschulter Mitarbeiter begleitet dich während des Tests und wertet die Ergebnisse anschließend aus. Er beurteilt, ob deine kognitiven Voraussetzungen für die jeweilige Führerscheinklasse ausreichend sind.

Welche Tests kommen zum Einsatz?

Je nach Begutachtungsstelle (z.B. TÜV, PIMA, AVUS) können unterschiedliche Tests eingesetzt werden. [Die DEKRA hat das sog. Corporal Testsystem im Einsatz].
Gängige Verfahren sind unter anderem:

Linienverfolgungstest: Du musst einen virtuellen Stift so präzise wie möglich über eine vorgegebene Linie führen. Dies erfordert Konzentration, Hand-Augen-Koordination und motorische Präzision.
Tachistoskopischer Verkehrsauffassungstest: Dir werden kurzzeitig Verkehrssituationen präsentiert. Anschließend musst du so schnell wie möglich die wichtigsten Details (z.B. Verkehrszeichen, Vorfahrtsregelung) wiedergeben. Dieser Test prüft deine Aufmerksamkeit und deine Fähigkeit, relevante Informationen schnell zu erfassen.
Cognitrone: Dieser computergestützte Test misst verschiedene kognitive Funktionen wie Reaktionszeit, Konzentration, Gedächtnis und logisches Denken.
[Wiener] Determinationstest: Hierbei musst du auf verschiedene Reize möglichst schnell und richtig reagieren. Der Test erfasst deine Reaktionsgeschwindigkeit und deine Impulsivität. Hierbei werden auch meistens Hände und Füße eingesetzt.

So behältst Du die Nerven:

Bereite dich mental auf den Test vor.
Schlafe ausreichend vor dem Test [Das gilt übrigens für den gesamten MPU-Test]. Wenn möglich nimm Dir einen Tag vorher bereits frei bzw. Urlaub.
Gehe entspannt und zuversichtlich zum Test.
Konzentriere dich auf die jeweiligen Aufgaben.
Arbeite zügig, aber sorgfältig.
Wenn du etwas nicht verstehst, frage den Psychologen oder einen Mitarbeiter.

Tipp: Im Rahmen unserer WILOS MPU-Vorbereitung können wir Dich optimal auf den Leistungstest einstellen und Dir gezielte Trainingstipps geben.

Mit der richtigen Vorbereitung und etwas Gelassenheit meisterst du den Leistungstest sicher!

Teil 4

Psychologisches Gespräch

MPU-Gespräch: So überzeugst du den Gutachter!

Das psychologische Gespräch ist für Viele der schwierigste Teil der MPU und der kritischste Punkt. Hierbei stellt dir ein Psychologe (Gutachter) Fragen zu deiner Vergangenheit, deiner Einstellung und deinem Verhalten. Ziel ist es, zu verstehen, warum du dein Delikt begangen hast und ob du daraus gelernt hast.

Hier hast du die Chance, dem Gutachter zu zeigen, dass du deine Fehler erkannt hast, daraus gelernt hast und fit für die Straße bist.

Was erwartet Dich unter anderem im Psychologischen Gespräch?

Ein Psychologe oder eine Psychologin stellt dir Fragen zu deiner Vergangenheit, deiner Deliktsituation, deiner Motivation und deinen Einstellungen.
Es sind Fragen zu deiner Person, deiner Lebensgeschichte und deinem Delikt.
Ziel ist es, die Ursachen für dein Delikt zu verstehen und herauszufinden, ob und was du aus deinen Fehlern gelernt hast.
Der Gutachter will wissen, ob du deine Verhaltensmuster erkannt hast, Gegenmaßnahmen entwickelt hast und diese erfolgreich umsetzen kannst.
Sei ehrlich und offen! Der Gutachter merkt, wenn du etwas verschweigen oder schönreden möchtest. 
Selbstreflexion ist wichtig! Zeige dem Gutachter, dass du dich mit deinem Fehlverhalten auseinandergesetzt hast und daraus gelernt hast.
Konzentriere dich auf deine Stärken und deine Motivation! Warum möchtest du deinen Führerschein zurückhaben? Was hat sich seit deinem Delikt verändert?
Bereite dich auf mögliche Fragen vor. Überlege dir im Voraus, wie du diese beantworten möchtest. Vor allem besprich das ausführlich im Rahmen einer MPU Vorbereitung.
Du kannst auch Notizen oder Stichworte mit zum Gespräch nehmen.
Wichtig ist, dass du einen glaubwürdigen und überzeugenden Eindruck hinterlässt.

Das psychologische Gespräch dauert in der Regel ca. 45 Minuten (in Einzelfällen auch länger). Für die gesamte MPU solltest du dir etwa 3 bis 5 Stunden Zeit einplanen.

Mit einer gezielten MPU Vorbereitung und dem daraus folgendem Wissen, alles Notwendige getan zu haben, kannst Du stressfrei und zuversichtlich das Gespräch meistern und Dich über ein positives Gutachten freuen!

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